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Arbeitskreises Mobilität und Barrierefreiheit.


Andreas Pöschek

BKMF-Arbeitskreis „Barrierefreiheit und Mobilität“ mit neuen bekannten Gesichtern

Nach einer mehrjährigen Unterbrechung im Verein nehme ich seit diesem Jahr im BKMF-Arbeitskreis „Barrierefreiheit und Mobilität“ eine neue Funktion als Experte für barrierefreie Mobilität im Verein wahr. Gemeinsam mit Martin Bauer und Michael Göttlicher möchte ich durch mein Wissen kleinwüchsige Menschen und ihre Familien in Fragen der Mobilität unterstützen und gleichzeitig die Anliegen der Gruppe an kleinwüchsigen Menschen nach außen vertreten.

Barrierefreier Verkehr schafft Unabhängigkeit und ist die Basis für ein selbstbestimmtes Leben – sei es, um eine Arbeit zu erreichen, sich zu versorgen oder inklusiv seine Freizeit und den Alltag gestalten zu können. Wichtig ist es hier seine Rechte und Pflichten zu kennen, um beispielsweise finanzielle Unterstützung zum behinderungsbedingten Umbauten eines Kraftfahrzeuges zu erhalten oder Zuschüsse für die Anschaffung von mobilen Hilfsmitteln wie Zusatzantriebe für Fahrrad oder Rollstuhl bis hin zu ermäßigten Fahrkarten, reduziertes Klimaticket, kostenlose Beförderung von Begleitpersonen, Fahrten zu Schule, Uni oder Ausbildung und mehr.

Unter dem Motto „Barrierefreiheit schafft Unabhängigkeit“ vertrete ich den BKMF und die Anliegen der kleinwüchsigen Menschen in unterschiedlichen Gremien. Eines dieser Gremien ist der Österreichische Behindertenrat. Er tagt mehrmals im Jahr mit einer Expertenrunde, die aktiv bei der Barrierefreiheit im Verkehr mitgestaltet (Mitspracherecht bei Neubauten, neuen Fahrzeugen, Ausschreibungen …) sowie bei Gesetzesänderungen mitwirkt.

Aktuell beschäftigen Themen den Behindertenrat wie die barrierefreie Gestaltung von öffentlichen E-Ladestationen für Elektro-PKW, Gestaltung von Rastplätzen der ASFINAG auf Autobahnen, Neufahrzeuge der ÖBB im Nahverkehr oder die Barrierefreiheit im zunehmenden Angebot an Rufbussen durch Kleinbusse im öffentlichen Verkehr.

Ich selbst habe Achondroplasie und nutze aufgrund einer inkompletten Querschnittlähmung einen Rollstuhl mit einem Zuggerät zur Mobilität. Unterstützt werde ich im Alltag und in der Arbeit durch Persönliche Assistenz. Hierbei beschäftige ich selbst Assistent:innen, die mich dann unterstützen, wenn ich behinderungsbedingt an Grenzen stoße. Sie ermöglichen mir so ein selbstbestimmtes Leben und eine inklusive Teilhabe an der Gesellschaft. Mobilität hat einen sehr hohen privaten als auch beruflichen Stellenwert. Ich verbringe viel Zeit mit Reisen mit der Bahn im In- und Ausland. Fremde Länder geben die Chance neue Blickwinkel auf Barrierefreiheit zu erfahren und als Gewinn mitzunehmen. (Berichte aktuell auf Instagram: @andreasfuchur )

Beruflich bin ich bei der ÖBB Personenverkehr AG seit 2018 als Produktmanager für den internationalen Fernverkehr tätig und begleite die barrierefreie Umsetzung bei der Anschaffung von Neufahrzeugen und Bahnhofsumbauten. Davor war ich wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Wien und im IT-Personalmanagement tätig.

Ich freue mich auf eine aktive Zusammenarbeit und Eure Anliegen!
Andreas Pöschek



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