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Geschichte des Vereins


Im November 1989 wurde das “1. Freundschaftstreffen kleinwüchsiger Menschen” in Österreich (in Strobl am Wolfgangsee) von Michael Fischer organisiert. Damals noch mit sehr bescheidenen Mitteln und Möglichkeiten. Es waren 11 TeilnehmerInnen, die sich einig waren, dass es einen Bedarf für solche Treffen gab. So wurde bereits im Juni 1990 das “2. Freundschaftstreffen” ebenfalls in Strobl am Wolfgangsee organisiert, in dem die 17 betroffenen TeilnehmerInnen die “Interessensgemeinschaft kleinwüchsiger Menschen” (IKM) in Österreich gründeten. Es handelte sich zu diesem Zeitpunkt noch um eine reine Privatinitiative, im Sinne einer Selbsthilfegruppe. Im Vordergrund stand dabei der Erfahrungsaustausch sowie freundschaftliche Kontakte unter “Gleichgroßen” zu knüpfen. Als Initiator trat Michael Fischer (damals Gemeindebediensteter, Jahrgang 1961) auf, der es sich zum Ziel gesetzt hatte, auch in Österreich diese Arbeit der Hilfe zur Selbsthilfe zu beginnen bzw. aufzubauen. Um die Kommunikation zwischen kleinwüchsigen Menschen zu erleichtern bzw. diese überhaupt für viele zu ermöglichen, wurde von ihm das jährlich erscheinende Info-Heft: “Der kleine Bote” ins Leben gerufen, welches über sachliche und informative Beiträge, insbesondere über Probleme und Anliegen kleinwüchsiger Menschen, berichtet. Die erste Ausgabe wurde im Dezember 1990 im DIN A4-Format schwarz-weiß mit 24 Seiten und einer Auflage von 50 Stück kopiert. Die weiteren Ausgaben hatten bereits eine Auflage von 150 Stück und 40 Seiten.
Heute erscheint unsere Jahreszeitschrift “Der kleine Bote – Betrifft: Kleinwuchs” im 2/3 A-4-Format auf Hochglanzpapier farbig gedruckt mit rund 100 bis 120 Seiten und in einer Auflage von 1.000 Stück.

Als Michael Fischer 1992 seine Frau Ingvild heiratete, kam es in der Folge zu einigen öffentlichkeitswirksamen Auftritten (z.B. beim damaligen Landeshauptmann von Oberösterreich, in der ORF-Sendung “Extra” mit Oliver Baier bzw. in der SAT1-Sendung “Schreinemaker´s Live” u.v.a. medialen Auftritten). Dadurch kam es zu vermehrten Anfragen und Kontakten zu betroffenen kleinwüchsigen Menschen in Österreich.
Als im Jahr 1996 das Freundschaftstreffen in Ansfelden (Linz-Land, OÖ.) stattfand, nahmen erstmals auch einige Eltern kleinwüchsiger Kinder daran teil. Durch diese neue Formation (kleinwüchsige Erwachsene und Eltern kleinwüchsiger Kinder) war es nun an der Zeit, die Strukturen zu ändern und nach sieben Jahren Selbsthilfe IKM diese wichtige Sache offiziell zu machen. Beim “Freundschaftstreffen” in St. Veit an der Glan in Kärnten im August 1997, an dem ca. 30 Personen (einschließlich Kinder) aus allen österreichischen Bundesländern teilnahmen, wurde von den 17 Gründsmitgliedern einstimmig die Gründung eines eingetragenen Vereines mit dem Namen “Bundesverband kleinwüchsige Menschen und ihre Familien” in Österreich oder kurz: “BKMF-Österreich” beschlossen. Der damalige Geschäftsführer des BKMF in Deutschland, Herr Karl-Heinz Klingebiel, stand uns dabei dankenswerter Weise mit Rat und Tat zur Seite, so dass die Arbeit in der Selbsthilfegruppe seitdem nicht mehr alleine auf privater Initiative hin erfolgte, sondern endlich auf offizieller Vereinsebene mit Gemeinnützigkeitsstatus geschehen konnte.

Im Jahr 1997 wurde der “BKMF-Österreich” Mitglied beim “Dachverband der Selbsthilfegruppen in Oberösterreich bzw. Österreich”, wodurch sich die Möglichkeit bot, unsere Interessen und Anliegen einer breiteren Bevölkerungsschicht näher zu bringen.

Beim 3. BKMF-Österreich-Treffen 1999 in Bad Ischl (OÖ.) wurde vor nunmehr über 20 Jahren vom damaligen Obmann Michael Fischer erstmals unser Vereinsmotto vorgestellt, an dem sich später auch der deutsche BKMF erfreute. Es lautet entsprechend den Anfangsinitialen unseres kurzen Vereinsnamens “BKMF“: “BESSER KLAPPT´S MITEINANDER FÜREINANDER”. Dieses Motto drückt eigentlich den Wunsch und die Hoffnung aus, dass alle vom Kleinwuchs betroffenen Personen und Familien (Angehörige) in Österreich (und darüberhinaus) zusammenhalten und zusammenwirken, um eine Verbesserung ihrer Lebenssituation im Alltag und in der Gesellschaft zu erwirken. Dieses Motto ist gleichzeitig ein Leitbild (Grundideal) und bedeutet für die Mitglieder des Vereins “BKMF-Austria” eine ständige Herausforderung im Vereinsleben (aber auch im täglichen Leben), es ist Weg und Ziel zugleich.

Seit 1. April 2002 betreibt der Verein ein eigenes “BKMF-Sekretariat” in Teilzeit (bzw. in geringfügiger Beschäftigung), durch das insbesondere alle vom Kleinwuchs “neubetroffenen Familien” Beratung und Erstinformation erhalten können. Des weiteren veranstaltet der Verein einmal jährlich sein sogenanntes “BKMF-Österreich-Treffen” (meistens ein verlängertes Wochenende mit einem Donnerstag-Feiertag im Mai oder Juni) mit der Möglichkeit des Erfahrungsaustausches für Betroffene sowie vielen abwechslungsreichen Programmen und Referaten für Jung und Alt. Weiters werden meistens zwei- bzw. dreimal im Jahr sogenannte LDA-Treffen (ein Lass dich anschauen-Treffen – das sind eintägige Tagesausflüge) zu den verschiedensten Schauplätzen in Österreich veranstaltet.

Im Jahr 2003 wurde der “BKMF-Österreich” von der Linzer Kirchenzeitung (in Zusammarbeit mit dem Land OÖ.) als “Solidaritätspreisträger 2003” ausgezeichnet.

Seit 2004 ist der “BKMF-Österreich” alle zwei Jahre bei der INTEGRA-MESSE (Messe für Pflege, Reha und Therapie) in Wels mit einem eigenen Stand und seinem “Relativitätsstuhl” (c) sehr erfolgreich vertreten. Durch die Initiative von Michael Fischer wurde seitens seines damaligen Dienstgebers (Stadtamt Ansfelden) dieser überdimensionale “Relativitätsstuhl”(c) von der bauhofeigenen Tischlerei hergestellt bzw. gesponsert und soll Normalwüchsige beim Sitzen in die Situation kleinwüchsiger Menschen versetzen.

Im Jahr 2016 wurde der “BKMF-Österreich” als “Hauptpreisträger 2016” der Aktion “Helfen beim Helfen” von der OÖ. Kronen-Zeitung, der Sparkasse OÖ. und dem Land OÖ. ausgezeichnet.

Durch seine stetig wachsende Mitgliederanzahl sowie vermehrte Anfrage von Betroffenen (hauptsächlich Eltern kleinwüchsiger Kinder) wuchsen auch die Anforderungen und Herausforderungen des gemeinnützigen Vereines, sodass dieser vermehrt auf finanzielle Unterstützung durch Privatspender und Sponsoren angewiesen ist. Deshalb wurden die wichtigsten Vorhaben und Ziele des Vereines als Projekte definiert (siehe sieben BKMF-Spendenprojekte) und weitere Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung unternommen, um an den “BKMF-Österreich” – seit 2017 mit dem neuen Namen – der internationalen Kurzbezeichnung: “BKMF-Austria” – vermehrt zu spenden.
Seit 2016 sind wir nun Träger des “Österreichischen Spendengütesiegels, das sicherstellt, dass das an uns entgegengebrachte Vertrauen, jeden gespendeten Euro für sozialkaritative Projekte im Kleinwuchsbereich zu verwenden, auch gewährleistet wird. Ebenfalls zählt unser Selbsthilfeverein seit 2016 zu den steuerlich begünstigten Organisationen, indem wir die Spendenabsetzbarkeit vom Finanzamt bescheidmäßig verliehen bekommen haben, das allen Spendern die Möglichkeit bietet, im Rahmen ihrer jährlichen Steuererklärung bzw. Arbeitnehmerveranlagung an uns getätigte Spenden steuerlich begünstigt abzusetzen.

In der Zwischenzeit sind wir u.a. Partner des “Österreichischen Behindertenrates”, des Vereines “ChronischKrank” und arbeiten auch eng mit “ÖKUSS” (Österreichische Kompetenz- und Servicestelle für Selbsthilfe) zusammen.

Im Frühjahr 2019 wurde der neue “Arbeitskreis Bewegung und Gesundheit (DwarfExperts) von unseren Jugendlichen gegründet und bereits im Oktober 2019 das “1. Trainingslager” erfolgreich absolviert.
Wie unsere Vereingeschichte weitergeht – z.B. durch Gründung von neuen Arbeitskreisen (AK) für “Webdesign”, “Eltern kleinwüchsiger Kinder”, “Kleinwüchsige Erwachsene”, u.a. – wird sich weisen.

Am 20. November 2019 wurde unsere neue Homepage: www.bkmf.at ONLINE gestellt. Sie ist dzt. auch verknüpft mit dem Domainnamen: www.kleinwuchs.at .

Wir wünschen allen LeserInnen viel Freude beim Besuch unserer Homepage!

 



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